CANNABIS INSIDE

Cannabinoide

Die Cannabinoide sind die Wirkstoffe, die im Wesentlichen für die therapeutische Wirkung des Cannabis verantwortlich sind. Nach unserem heutigen Wissensstand werden Cannabinoide von keiner anderen Pflanze dieser Welt produziert.

Da im Lauf der Jahre eine Vielzahl synthetischer Verbindungen entwickelt worden sind, werden die pflanzlichen Cannabinoide heute oft als Phytocannabinoide bezeichnet.

Die dem Cannabis zugeschriebene biologische Aktivität ist im Wesentlichen auf die Phytocannabinoide Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) zurückzuführen. Weitere sekundäre im Cannabiskraut enthaltene Cannabinoide sollen jedoch zur subtilen Regulierung oder Verstärkung der medizinischen Wirkung beitragen. Diese Wirkung kann durch ihre unabhängige biologische Aktivität oder auch durch die Synergie mit den wichtigen Cannabinoiden THC und CBD entstehen.

 

THC

THC ist das bekannteste Cannabinoid. THC ist zudem auch für viele der medizinischen Wirkungen von Cannabis verantwortlich. Dazu gehören zum Beispiel die Verringerung von Übelkeit und Brechreiz, Linderung von Schmerzen und Muskelkrämpfen, verbesserter Schlaf und Appetitanregung.

 

CBD

CBD ist ein weiteres wichtiges Cannabinoid, das in der Wissenschaft im Vordergrund steht. Es hat eine medizinische Wirkung, verursacht aber keinen psychotropen Zustand (d.h. die Dosis ruft keine Intoxikationsgefühle hervor). Im Gegenteil, CBD ist dazu in der Lage, bestimmte unerwünschte Auswirkungen, die bei höheren THC-Dosen auftreten, zu mildern. Speziell die Kombination von CBD und THC kann nachweislich die Häufigkeit oder Intensität der typischen Nebenwirkungen von THC verringern, einschließlich der verstärkten Euphorie (Rausch), der Angstgefühle und des kurzzeitigen Gedächtnisverlusts. Zudem haben entsprechende Studien die Wirksamkeit von CBD bei der symptomatischen Behandlung von rheumatoider Arthritis, Diabetes, PTSS, Angststörungen und antibiotikaresistenten Infektionen bestätigt.

 

Terpene

Terpene sind aromatische Verbindungen, die für den spezifischen Geschmack und Geruch der einzelnen Cannabis-Varianten verantwortlich sind.

Bisher sind mehr als 120 verschiedene Terpene im Cannabis identifiziert worden. Im Gegensatz zu den Cannabinoiden kommen alle wichtigen in Cannabis enthaltenen Terpene (wie beispielsweise Myrcen, Alpha-Pinen und Beta-Caryophyllen) vielfach in der Natur vor.

Diese Terpene gehen wahrscheinlich diverse Wechselwirkungen mit den Cannabinoiden ein. Sie können eine synergistische Wirkung mit den Cannabinoiden entfalten und dabei ihre therapeutische Wirkung in spezifischer Weise modifizieren oder verstärken. Obwohl sich die Forschung über die potenziellen Wechselwirkungen zwischen den Terpenen und den Cannabinoiden noch ganz am Anfang befindet, steht nun schon fest, dass Terpene ihre eigene pharmakologische Wirkung haben: sie wirken entzündungshemmend (Myrcen), neuroprotektiv (Myrcen) beziehungsweise schmerzlindernd (Beta-Caryophyllen).

Da es so viele unterschiedliche Cannabis-Terpene gibt, können sie in Cannabis-Pflanzen auch in sehr vielen Kombinationen vorkommen. Jede einzelne Cannabis-Sorte (Variante) enthält eine einzigartige Kombination aus Terpenen und Cannabinoiden.

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