CANNABIS INSIDE

Die Geschichte des Cannabis

Cannabis zählt zu den ältesten bekannten Heilpflanzen. Es wird in fast jedem antiken Handbuch über Pflanzenmedizin beschrieben, gemeinhin in Form einer Tinktur oder als Tee. Auch bei ägyptischen Mumien wurden Spuren von Cannabis gefunden, das somit damals offensichtlich als Nahrungsmittel oder Medikament verwendet wurde.

Archäologische Funde zeigen, dass es vor über 10.000 Jahren in China als Nahrungsmittel und wegen seiner Fasern angebaut wurde. Danach hat sich die Pflanze von Asien bis Afrika und weiter bis in den Mittleren Osten verbreitet. Um 500 v.Chr. ist sie dann in Europa angekommen. Im Jahr 1545 gelangte Cannabis mit den Spaniern – die es wegen seiner Fasern nach Chile brachten – in die westliche Welt. In Nordamerika wurde Cannabis in Form von Hanf zur industriellen Verwendung in Seilen, Kleidung und der Papierherstellung angebaut.

Die medizinische Nutzung von Cannabis wurde in Europa erst um 1840 eingeführt, und zwar durch den jungen irischen Arzt William O’Shaughnessy. Er war bei der britischen Ostindien-Kompanie (British East Indian Company) tätig und erkannte während seines Aufenthalts in Indien die breite medizinische Nutzung des Cannabis. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde das Cannabis für einen kurzen Zeitraum extrem beliebt in Europa und den USA. Zu diesem Zeitpunkt waren Dutzende medizinischer Präparate erhältlich, die Cannabis als Wirkstoff enthielten. Empfohlen wurden diese Präparate für die unterschiedlichsten Beschwerden, wie z. B. Menstruationskrämpfe, Asthma, Husten, Schlaflosigkeit, zur Entspannung bei Geburten, Migräne, Halsentzündungen und sogar zur Entwöhnung bei Opiumsucht.

Da es damals keine Methoden zur Qualitätskontrolle gab, konnte auch kein standardisiertes Medikament hergestellt werden. Die Patienten erhielten oft eine Dosis, die entweder zu gering war und somit gar nichts bewirkte, oder wiederum zu hoch war, sodass schwere Nebenwirkungen auftraten. Aufgrund dieser Nachteile verlor Cannabis am Anfang des 20. Jahrhunderts seine Beliebtheit als Medikament. An seine Stelle traten vor allem Medikamente auf Opiumbasis wie Morphin und Codein.

Das Cannabis selbst hingegen verschwand langsam aus allen westlichen Arzneibüchern. In den späten 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat die Weltgesundheitsorganisation WHO verkündet, dass Cannabis und die daraus hergestellten Präparate keinem medizinischen Zweck mehr dienen und somit überflüssig sind. In diesem „Einheits-Übereinkommen der Vereinten Nationen über Suchtstoffe“ wurden Cannabis und die Cannabis-Produkte als gefährliche Narkotika mit erheblichem Missbrauchsrisiko definiert. Das Einheits-Übereinkommen verbietet die Herstellung und das Inverkehrbringen von Cannabis, außer wenn dies lizenziert für spezifische Zwecke, wie medizinische Behandlungen und Forschungszwecke, erfolgt. Zudem werden die Mitgliedstaaten gezwungen, sicherzustellen, dass ihre nationale Drogenpolitik diesem internationalen Drogenabkommen entspricht. Somit können die Patienten nur dann mit medizinischem Cannabis versorgt werden, wenn ihre Regierung ein nationales medizinisches Cannabis-Programm einführt. Länder wie die Niederlande, Deutschland, Italien, Kanada, Australien und die Tschechische Republik besitzen bereits ein offizielles Cannabis-Programm, das dem Einheits-Übereinkommen in jeder Hinsicht entspricht.

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