Aktueller Stand medizinischer Cannabis-Investitionen

In den vergangenen Jahren gab es einen enormen Hype um die internationale Cannabisbranche. Dieser Hype, der hauptsächlich auf den boomenden kanadischen Cannabis Markt zurückzuführen ist, hat insbesondere bei Investoren in diesem Sektor unrealistische Erwartungen geweckt. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Cannabis-Unternehmen nicht in der Lage sind, diesen überhöhten Ansprüchen gerecht zu werden, hat die Branche nun einen entscheidenden Moment des Übergangs erreicht, der durch die COVID-19-Krise nur noch beschleunigt wird. Auf welche Herausforderungen stößt Bedrocan als Branchenexperte im Hinblick auf Investments in der medizinischen Cannabisbranche? Mit welchen regulatorischen Herausforderungen sehen wir uns als Auftragsproduzent von medizinischem Cannabis im Auftrag der niederländischen Regierung konfrontiert? Wir möchten Ihnen als potenzielle Investoren in diesem Artikel einige wichtige Informationen vermitteln.

Autor: Andrew Kraszewski (Business Development, Bedrocan)

Kanadisches Cannabis und die Kapitalmärkte: eine beunruhigende Nachricht

Cannabis sowohl als Arzneimittel als auch als Konsumgut hat in letzter Zeit, vor allem aufgrund der Kapitalmarktaktivitäten in Nordamerika, große Aufmerksamkeit erregt.

Im Vorfeld der Legalisierung von rekreativen Cannabis in Kanada im Oktober 2018 wurden Milliarden kanadischer Dollar in den Sektor gelenkt, was eine neue Ära des “grünen Ansturms” und des Aufschwungs der legalen Cannabismärkte einleitete.

Doch nun, im zweiten Jahr der umfassenden Legalisierung von Cannabis in Kanada, zeichnen die Cannabismärkte ein weitaus düsteres Bild, da einem Teil der bekanntesten kanadischen Herstellernamen für Cannabis das Geld ausgeht.

Angesichts der jetzt zu erwartenden bedeutenden Veränderungen in der Branche hat die Frage, wie wir überhaupt dorthin gelangen konnten und was dies für den sich weiterentwickelnden Sektor bedeutet, erhebliche Bedeutung für Bedrocan und unseren Platz im internationalen Kontext.

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Der Beginn meiner persönlichen Reise im Bereich des medizinischen Cannabis nahm im Januar 2016 in Nordamerika seinen Anfang. Zum damaligen Zeitpunkt waren weder Großbanken noch große institutionelle Investoren in der Branche aktiv, da es sich beim Cannabis um eine kontrollierte Substanz handelte und auch heute noch handelt, sodass jegliche kommerzielle Betätigung mit Cannabis ein hohes Maß an regulativen Risiken birgt.

Indessen waren in Kanada, wo die Liberalisierung des heimischen Cannabismarktes im Gange war (sowie in zahlreichen Bundesstaaten der USA, wo einzelstaatliche Gesetze für medizinische Cannabis-Programme und heimische Cannabis-Programme eingeführt wurden), einige Geldgeber und Investmentbanken bereit, die notwendigen Risiken einzugehen, um diesen aufblühenden Sektor zu unterstützen und zu finanzieren.

Mark Rendells Exposé (Financial Post 2018) über die Finanzierung des kanadischen Cannabismarktes enthüllte, dass interessanterweise nur eine Handvoll Unternehmen für die Finanzierung großer Teile der Industrie verantwortlich waren. Die Finanziers waren opportunistische Hedge-fonds, die üblicherweise nicht die langfristigen Interessen der Unternehmen im Auge haben. Wie von Rendell hervorgehoben wird, wandten diese Investoren verschiedene Taktiken an, um kurzfristige, übergroße Renditen zu erzielen. Sie recycelten ihr Kapital von Geschäft zu Geschäft.

Zu jener Zeit herrschte bei den großen kanadischen Firmen die weitverbreitete Meinung vor, dass man beabsichtigte, den heimischen Markt und die medizinischen Cannabismärkte im Ausland zu beherrschen. Mit dem Ziel die Größten und Besten zu sein, ging es vor allem darum, Kapazitäten aufzubauen.

Kapazität als Maßstab für Unternehmen war eine Maßeinheit, auf die Investoren bei der Bewertung eines Cannabisunternehmens häufig verwiesen, und dies aus dem simplen Grund, dass das Ertragspotenzial eines Unternehmens mit zunehmender Produktionsfläche zunahm.

Kanadischer Dollar

Infolgedessen steckten die Betreiber Millionen kanadischer Dollar in den Bau von Produktionsanlagen sowohl in Kanada als auch in Ländern wie Dänemark, Jamaika und Kolumbien. Letztendlich spielte es keine Rolle, ob diese Investitionen strategisch sinnvoll waren oder nicht, denn die Investoren dieser Unternehmen, die opportunistischen Hedge-fonds, waren lediglich daran interessiert, einen Finanzhandel durchzuführen, in der Regel mit einem Kleinanleger am äußersten Ende der Kette, dem suggeriert wurde zu glauben, dass der Cannabis-Hype sich gelohnt habe.

Angesichts der Tatsache, dass die kanadischen und internationalen Produktionsstätten mittlerweile stillgelegt wurden, wird deutlich, dass viele Unternehmen ihre Anbaukapazitäten überdimensionierten.

In Kanada entwickelt sich auf dem heimischen Markt eine immer größer werdende Kluft zwischen dem Absatzvolumen angesichts der begrenzten Anzahl der bisher eröffneten Einzelhandelsgeschäfte und der Menge an getrocknetem Cannabis, welches derzeit in den Vertriebskanälen vorrätig ist. In dem jetzt eingetretenen Konkurrenzkampf zur Talsohle schwenken die kanadischen Anbieter auf den Freilandkulturanbau um, um zum einen die Anbaukosten zu senken und letztendlich Rentabilität zu erwirtschaften.

Hinsichtlich des internationalen Rückzugs ist die Lage jedoch noch komplexer und erfordert ein umfassendes Verständnis des regulatorischen Umfelds, in dem medizinische Cannabis-Unternehmen tätig sind.

Einheitsübereinkommen über Betäubungsmittel des Jahres 1961

Das bedeutendste Gesetzeswerk, das sich weltweit auf die Herstellung von medizinischem Cannabis bezieht, ist das Einheitsübereinkommen der Vereinten Nationen zum Thema Betäubungsmittel aus dem Jahr 1961 (theSingle Convention”).

Das internationale Betäubungsmittel-Kontrollgesetz schreibt vor, dass der Gebrauch von Cannabis auf rein wissenschaftliche und medizinische Zwecke beschränkt ist. Den Ländern wird vorgeschrieben ein strenges Kontrollsystem für medizinisches Cannabis mittels einer Regierungsbehörde einzurichten.

Letztendlich räumt es den Ländern jedoch eine gewisse Flexibilität bei der Auslegung dieser Kontrollmechanismen ein. Das Rahmenabkommen verlangt jedoch ausdrücklich, dass lokale Regierungsbehörden medizinisches Cannabis vor dem Verkauf im In- oder Ausland ankaufen und in direkten Besitz nehmen.

Patienten Zugang

Im Rahmen medizinischer Cannabisprogramme für den häuslichen Gebrauch erhalten Patienten Zugang zu medizinischem Cannabis im Rahmen von Sonderzugangsregelungen (Special Access Schemes), für die jedoch der Nachweis erforderlich ist, dass Patienten ihre Möglichkeiten in Bezug auf die Erprobung registrierter Medikamente ausgeschöpft haben. Die Bereitstellung des Zugangs zu medizinischem Cannabis im Rahmen von Sonderzugangsprogrammen entspricht natürlich voll und ganz der Single Convention.

Was die Umsetzung des Einheitsübereinkommens anbelangt wenden die einzelnen Länder jedoch unterschiedlich strenge Maßstäbe an. Die Niederlande sind eines der Länder mit der strengsten Auslegungen des Einheitsübereinkommens.

In den Niederlanden ist das OMC (niederländisches Amt für medizinisches Cannabis) mit der Überwachung der Cannabisproduktion für medizinische und wissenschaftliche Zwecke beauftragt. Das OMC vertreibt Bedrocan Cannabis als wirksamen pharmazeutischen Wirkstoff an Apotheken, Forscher und pharmazeutische Abnehmer im In- und Ausland. Bedrocan ist Auftragshersteller der niederländischen Regierung.

Kontrollierte Substanz

Es ist mir wichtig, die Tatsache hervorzuheben, dass es sich bei medizinischem Cannabis um eine streng kontrollierte Substanz handelt, die nur schwer international gehandelt werden kann.

Darüber hinaus wird hervorgehoben, dass medizinisches Cannabis wie jedes andere pharmazeutische Produkt behandelt werden sollte, welches nach den Grundsätzen der guten Herstellungspraxis (“GMP”) hergestellt werden muss.

Zahlreiche Unternehmen entdeckten schlicht und einfach, dass der Export von medizinischem Cannabis aus einer Vielzahl von Gründen unmöglich sein würde, und sahen sich gezwungen, sich entweder auf inländische Absatzmöglichkeit zu konzentrieren oder gänzlich die Segel zu streichen.

Kurz gesagt, Businesspläne, die auf dem Export von medizinischem Cannabis von einer Jurisdiktion in eine andere basieren, haben bislang die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt, da die Herausforderungen unterschätzt wurden, die das Einheitsübereinkommen mit sich bringt.

Es zeigt sich, dass das Vorhandensein einer Lizenz zum Anbau, Verarbeitung und Export von medizinischem Cannabis nur dann von Bedeutung ist, wenn es einen Abnehmer in einem anderen Staat gibt – einem Staat, der bereits im Besitz einer gültigen Importgenehmigung seiner zuständigen Behörde ist.

Die Niederlande und ihre Position in der internationalen medizinischen Cannabis-Lieferkette

Die Niederlande legalisierten bereits 2003 als erstes europäisches Land medizinisches Cannabis und exportieren erstmals 2007 pharmazeutisches Cannabis nach Italien und Finnland.

Wichtig zu betonen, ist jedoch, dass das niederländische Amt für medizinisches Cannabis zwar schon seit längerem Cannabis exportiert, dies jedoch nie das Primärziel des medizinischen Cannabis-Programms war; vielmehr stand der inländische Patient immer im Mittelpunkt.

Insofern sind die niederländischen Exporte im Laufe der Zeit als eine Folge der weltweiten Nachfrage organisch gewachsen. So erhielt zum Beispiel die niederländische Regierung 2019 einen formellen Antrag ihrer deutschen Kollegen, die jährliche Menge der nach Deutschland importierten medizinischen Cannabis-Blüte von 1.500 kg auf 2.500 kg zu erhöhen. Ein Antrag, der im Jahr 2020 bewilligt wurde.

Alleinzulieferer

Bedrocan, dessen Anfänge sich bis in die 1990er Jahre als Saatgutproduktionsunternehmen zurückverfolgen lassen, ist seit 2003 der Alleinzulieferer des OMC und damit einer der ältesten medizinischen Cannabishersteller Europas.

Zweifellos hat uns die schiere Länge unserer Unternehmensgeschichte nicht nur die Möglichkeit gegeben, unsere Aktivitäten in einer kapitaleffizienten Weise zu erweitern, als der internationale medizinische Cannabismarkt expandierte, sondern auch unser Anbau-Know-how zu verfeinern.

Die hochwertige Qualität der Produkte, die Bedrocan seit über fünfundzwanzig Jahren liefert, in Verbindung mit erprobten Anbautechniken führt dazu, dass wir in der Lage sind, qualitativ hochwertige und beständige Cannabisblüten zu produzieren.

Darüber hinaus hat Bedrocan in den Bau von Anbaubetrieben investiert, die GMP-zertifiziert sind, was bedeutet, dass wir uns bemühen, den höchstmöglichen Standard für unsere Produkte zu erreichen. Aus diesem Grund sind die Produkte von Bedrocan weltweit in klinischen Forschungsprojekten, Produktentwicklungsprojekten und Special Access Schemes zu finden.

Aus unserer Sicht ist das Thema der Standardisierung heute eines der größten Hindernisse für die Akzeptanz und Verschreibung von medizinischem Cannabis. Es ist schlicht und einfach eine Herausforderung, medizinisches Cannabis zu verschreiben, wenn man die genauen Inhaltsstoffe und Mengen an Cannabinoiden in einem auf Cannabis basierenden Präparat nicht kennt.

Darüber hinaus ist ein standardisiertes und hochwertiges Rohmaterial als aktiver pharmazeutischer Inhaltsstoff für jede pharmazeutische Produktentwicklung von entscheidender Bedeutung.

Zweifelsfrei hat unsere Kompetenz, die Herstellung von Cannabisblüten zu standardisieren, bei Aufsichtsbehörden, Forschern, Ärzten und Patienten Vertrauen in die Produkte von Bedrocan geschaffen.

Vertrauen

Dieses Vertrauen, das in die medizinische Cannabisblüte der Firma Bedrocan neben der strikten Einhaltung des Einheitsübereinkommens durch die niederländische Regierung aufgebaut wurde, hat dazu geführt, dass die Niederlande zu den wenigen Ländern gehören, die in der Lage sind, medizinisches Cannabis auf einer konsistenten Basis erfolgreich zu exportieren.

Alles in allem ist es umso wahrscheinlicher, dass Importstaaten einem Vertragsunternehmen der Landesregierung vertrauen, welche innerhalb der Grenzen der Single Convention operiert. Des Weiteren ist für diese Staaten wichtig, medizinisches Cannabis zu importieren, welches im Rahmen der GMP angebaut und verarbeitet wurde – das heisst medizinisches Cannabis, das über alle notwendigen Unterlagen verfügt, dies zu belegen.

Aufgrund dieser Faktoren haben die Niederlande zusammen mit Bedrocan eine einzigartige Position in der internationalen Lieferkette für medizinisches Cannabis eingenommen.

The Dutch OMC checks the medicinal cannabis at Bedrocan's facility

Investitionen in den medizinischen Cannabis-Sektor

Für Investoren, die bereits in den medizinischen Cannabissektor investiert haben oder dies in Betracht ziehen, ist das Verständnis der regulatorischen Gegebenheiten die wichtigste Voraussetzung um fundierte Investitionsentscheidungen treffen zu können.

Die internationale medizinische Cannabisindustrie ist, offen gesagt, ein sehr schwieriges Geschäft, und der Aufbau von Lieferketten über Grenzen hinweg ist mit regulatorischen Herausforderungen verbunden.

Darüber hinaus hat sich die Investitionslandschaft in den letzten zwölf Monaten nach einem rapiden Rückgang der Börsenbewertungen, der durch die COVID-19-Krise nur noch verstärkt wurde, dramatisch verändert. Es liegt auf der Hand, dass sich die Geschichte nicht selten wiederholt, und die Cannabisindustrie war bis dato eine typische Geschichte von Aufschwung und Niedergang.

Augenmerk

Da sich die Cannabismärkte jedoch bereinigt haben, sollten Investoren beginnen, sich nach Unternehmen umzusehen, die sich längerfristig positioniert haben, über die wichtigsten Grundlagen verfügen und ihr Augenmerk auf ein bestimmtes Segment der medizinischen Cannabis-Lieferkette richten.

Erfreulicherweise befindet sich Bedrocan in einer einzigartigen Position, wenn man unsere Beziehung zum OMC, unsere Rolle als Vertragshersteller und die Tatsache berücksichtigt, dass wir nie externem Druck, wie den Kräften des Kapitalmarktes, ausgesetzt waren.

Wir sind fokussiert auf das, was wir von der Pike auf beherrschen – den Anbau hochwertiger, standardisierter medizinischer Cannabisblüten.

Wie sich herausstellt, ist eines der größten Probleme, mit denen der medizinische Cannabismarkt derzeit auf der anbautechnischen Ebene konfrontiert ist, die Produktion von Cannabisblüten, die höchsten Qualitätsstandards entsprechen und letztendlich die erforderliche Konsistenz von Charge zu Charge in Bezug auf den Cannabinoidgehalt erreichen, um effektiv als Heilmittel eingesetzt werden zu können.

Spezialisierung

Wir sind der Meinung, dass die Spezialisierung ein Trend ist, der sich auf dem medizinischen Cannabismarkt weiter entwickeln wird.

Angesichts der kapitalintensiven Natur medizinischer Cannabisherstellung im Allgemeinen ist die vollständige vertikale Integration eine närrische Entscheidung, und es scheint uns sinnvoller, mit Unternehmen über die gesamte Lieferkette hinweg zusammenzuarbeiten. Was übrigens in jeder regulären Branche geschieht.

Letztendlich hoffen wir, dass medizinisches Cannabis wie jedes andere medizinische Produkt behandelt wird und dass der normale pharmazeutische Weg beschritten wird. Dieser Weg ist definitiv zeit- und kostenintensiv, und auf der Suche nach größeren Erträgen haben Unternehmer begonnen, ihre Ressourcen weg vom medizinischen Cannabismarkt hin zum Konsummarkt zu verlagern, was nicht selten auf Kosten des medizinischen Cannabispatienten erfolgt.

Die Auswirkungen des jüngsten Aufschwungs auf dem Cannabismarkt verstärken diesen Trend nur noch weiter. Tatsächlich hat es nie eine Zeit von größerer Bedeutung gegeben, in ein verantwortungsbewusstes medizinisches Cannabis-Ökosystem zu investieren.

Wir bei Bedrocan werden weiterhin das tun, was wir seit unserer Gründung getan haben: Anbau im Dienste unserer Patienten.

Coronavirus-Update von Bedrocan

Wir befinden uns in einer ungewöhnlichen und von Unsicherheit geprägten Zeit. Innerhalb weniger Wochen hat das Coronavirus unser Leben völlig verändert. Das Thema Gesundheit ist für alle Menschen weltweit zu einem Hauptanliegen geworden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die Produktions- und Lieferketten von Bedrocan nicht betroffen. Standardmäßig halten wir die wesentliche Versorgung unserer kritischen Bestände über mehrere Monate aufrecht. Darüber hinaus könnten wir im Falle einer Krise mit einem Minimum an Mitarbeitern weiterhin normal agieren. Unser Vorteil besteht darin, dass wir in einer hochgradig kontrollierten Umgebung arbeiten, in der nur wenig menschliches Handeln erforderlich ist.

Bedrocan hat in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der niederländischen Behörden selbstverständlich diverse Maßnahmen umgesetzt. So arbeitet beispielsweise unser gesamtes Verwaltungspersonal von zu Hause aus und alle Dienstreisen, Firmenbesuche und externen Sitzungen wurden abgesagt.

Aus vertrieblicher Hinsicht sind wir nicht beeinträchtigt. Alle Bestellungen unseres wichtigsten Kunden, dem Büro für medizinisches Cannabis, welches dem niederländischen Gesundheitsministerium untersteht, werden wie üblich abgewickelt und zu den vereinbarten Zeiten geliefert.

Wir von Bedrocan hoffen, dass in diesen Tagen jeder seinen Weg findet, ungeachtet der derzeitigen angespannten Lage. Letztendlich geht es um unsere Gesundheit, und das verbindet uns alle.

Inhalation vs. Verdampfung

In den Medien wurde bereits viel über die Risiken der Lungeninhalation diskutiert. Dieser Artikel behandelt die Unterschiede zwischen der Verabreichung von Cannabis flos durch Verdampfung und durch Lungeninhalation.

Nicht alle Verdampfer sind gleich

Viele von uns haben schon von Verdampfern gehört; dabei denken wir sofort an „E-Zigaretten“ oder „E-Shishas“. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Arten von Verdampfern. Verdampfer (als Medizinprodukte) zur Verabreichung von Cannabis flos unterscheiden sich in Wirklichkeit recht stark von den „E-Shishas“ oder „E-Zigaretten“. Der Dampf enthält kein Nikotin und auch keine Stoffe wie flüssiges Propylenglykol, Glyzerin oder synthetische Geschmacksstoffe. [i][ii][iii] Die großen, aggressiven Dampfwolken der „E-Zigaretten“ treten bei der medizinischen Verwendung von Cannabis flos durch Verdampfung nicht auf.

Bei der Verdampfung werden keine Flüssigkeiten, sondern wird trockenes Cannabis durch präzise Temperaturregelung erhitzt, wodurch aktive Wirkstoffe ohne toxische Nebenstoffe auf effiziente Weise freigesetzt werden.

Medizinprodukte zur Verdampfung bieten den Patienten ein wirksames, sicheres und benutzerfreundliches System zur Verwendung von Cannabis flos. [iv][v]  Der inhalierte Dampf enthält THC, CBD und Terpene in konsistenten, messbaren Mengen. Durch die Verwendung hochwertiger Verdampfer lassen sich die respiratorischen Nachteile des Rauchens sowie der Inhalation der flüssigen Bestandteile von den E-Shishas vermeiden.

Ein wirksamer Verabreichungsweg

Der wirksamste Verabreichungsweg für medizinisches Cannabis ist durch Inhalation. Tatsächlich ist die Verabreichung durch Inhalation eine schnelle Möglichkeit, messbare Serumspiegel der Cannabinoide zu erzielen. [vii]

Ein Medizinprodukt zur Verdampfung verringert im Vergleich zum Rauchen oder Inhalieren die Konzentrationen toxischer Verbindungen wie Kohlenmonoxid, Ammoniak und polyaromatischer Kohlenwasserstoffe (PACs) ganz erheblich. Im Vergleich zum Rauchen sind höhere therapeutische THC-Konzentrationen sowie eine konsistente, reproduzierbare THC-Extraktion und Bereitstellung möglich. [viii][ix]

Der Dampf wird schnell von den Lungen absorbiert und ermöglicht den Patienten eine effektive Titration zur Optimierung ihrer Dosis nach Maßgabe der Schwere der Symptome, der Verträglichkeit und der Vermeidung von Nebenwirkungen. Der schnelle Wirkungseintritt bei inhaliertem Cannabinoid erleichtert die Titration der Dosis, während die Patienten bei standardisierten Cannabis-Produkten eine genaue Dosis verabreichen können. [vi][x][xi][xii]

Patientenperspektiven und therapeutische Optionen

Sowohl verschreibende Ärzte und Apotheker als auch die Patienten sollten sich der Unterschiede zwischen der Inhalation von Cannabinoiden und der Verdampfung von Cannabis flos bewusst sein.

Erhebungen zur Patientennutzung unterstreichen die Bedeutung der Verdampfung. Mehrheitlich erteilen die Umfrageteilnehmer dem Inhalationsweg bessere Zufriedenheitsnoten (Zustimmungsnoten). Generell waren Medikamente auf Cannabiskrautbasis (Ganzpflanzenzubereitungen) erfolgreicher als andere Produkte, die isolierte Cannabinoide enthielten. [viii][xiv]

Die Patienten wünschen sich einen verlässlich, erschwinglichen und tragbaren Verdampfer zur Verabreichung von Cannabis flos. Heute befassen sich diverse Forschungsprojekte mit der fortschrittlichen Verabreichungstechnologie. Einige Beispiele für wichtige Entwicklungen bei den Medizinprodukten für die Verdampfung unter Verwendung von standardisiertem Cannabis flos beinhalten den Volcano® und Mighty Medic Verdampfer (Storz & Bickel)  [xv][xvi][xvii], und den Syqe® Inhaler (Syqe Medical) [xviii][xiv].  Alle diese Produkte haben sich im Zusammenhang mit den Qualitätsprüfungen und den klinischen Studien auf standardisiertes Cannabis flos von Bedrocan gestützt.

Medizinprodukte zur Verdampfung ergeben standardisierte Dosierungen und dienen der Qualitätssicherung, Sicherheit und Wirksamkeit. Dank dieser technischen Fortschritte bei der Verabreichung kann das Rauchen von Cannabis flos schon bald der Vergangenheit angehören. Auf der Grundlage ordentlicher wissenschaftlicher Studien wird Cannabis flos zum akzeptablen Behandlungsmittel für Patienten, verschreibende Ärzte und Aufsichtsbehörden. [xx]

Zukunftsdenken – wichtige Entscheidungen bei den Vorschriften

Es sollte angemerkt werden, dass die „E-Shishas“, für die Inhalation von Cannabinoiden, häufig keiner technischen oder klinischen Prüfung unterzogen werden. Während sich Medizinprodukte zur Verabreichung von Cannabis flos durch Verdampfung auf solide klinische und technische Studien stützen.

In Bezug auf die Verabreichung sollten die Vorschriften in Zukunft eindeutig und klar sein. U.a. in den Niederlanden, in Deutschland, Australien und Neuseeland wird das Rauchen von Cannabis flos aktiv entmutigt bzw. ist sogar verboten. Währenddessen stützen klinische Leitlinien die Verabreichung von Cannabis flos durch Verdampfung.

Trotz der Gemeinsamkeiten der Verabreichungsmethoden – d.h. Inhalation vs. Verdampfung – wäre ein pauschales Verbot der Rauchartikel oder Verdampfer für die Verabreichung von Cannabis flos nicht sinnvoll. Dies würde sowohl für die verschreibenden Ärzte als für die Patienten Auswirkungen auf die freie Auswahl der Verabreichungsmöglichkeiten haben.  Aber auch die zulässige Verwendung in Krankenhäusern, Hospizen, Alters- und Pflegeheimen würde davon betroffen werden.

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Quellenangaben

[i] Douglas, H., Hall, W., Gartner, C. (2015). E-cigarettes and the law in Australia. Australian Family Physician. 44 (6): 415-418.

[ii] Jensen, P., Luo, W., Pankow, J., Strongin, R., Peyton, D. Hidden formaldehyde in e-cigarette aerosols. New England Journal of Medicine. 372 (4): 392-393.

[iii] Editorial and Review (2019). E-Cigarettes and Vaping-Related Disease. New England Journal of Medicine. Online: https://www.nejm.org/vaping

[iv] Eisenberg, E., Ogintz, M., Almog, S. (2014). The pharmacokinetics, efficacy, safety, and ease of use of a novel portable metered-dose cannabis inhaler in patients with chronic neuropathic pain: A Phase 1a study. Journal of Pain & Palliative Care Pharmacotherapy. 28:216–225.

[v] Hazekamp, A., Ruhaak, R., Zuurman, L., van Gerven, J., Verpoorte, R. (2006). Evaluation of a vaporizing device (Volcano) for the pulmonary administration of tetrahydrocannabinol. Journal of Pharmaceutical Sciences. 95(6):1308-17.

[vi] Pomaahcova, B., Van der Kooy, F., Verpoorte, R. (2009). Cannabis smoke condensate III: the cannabinoid content of vaporised Cannabis sativa. Inhalation Toxicology. 21(13): 1108-12.

[vii] Grotenhermen, F. (2003). Pharmacokinetics and pharmacodynamics of cannabinoids. Clinical Pharmacokinetics. 42: 327-360. Also, Grotenhermen, F. (2004). Clinical pharmacodynamics of cannabinoids. Journal of Cannabis Therapeutics. 4(1): 29-78.

[viii] Abrams, D., Vizoso, H., Shade, S., et al. (2007) Vaporization as a smokeless cannabis delivery system: a pilot study. Clinical Pharmacology and Therapeutics. 82 (5): 572 – 8.

[ix] Gieringer, D., Laurent, J., Goodrich. (2004). Cannabis Vaporizer Combines Efficient Delivery of THC with Effective Suppression of Pyrolytic Compounds. Journal of Cannabis Therapeutics. 4(1)

[x] Hazekamp and Heerdink (2013). The prevalence and incidence of medicinal cannabis on prescription in The Netherlands. The European Journal of Clinical Pharmacology.

[xi] Van de Donk, T., Niesters, M., Kowal, M., Olofsen, E., Dahan, A., Van Velzen, M. (2019). An experimental randomized study on the analgesic effects of pharmaceutical-grade cannabis in chronic pain patients with fibromyalgia. Pain; 160: 860–869.

[xii] Russo, E. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. British Journal of Pharmacology. 163: 1344–1364.

[xiii] Hazekamp, A., Ware, M., Muller-Vahl, K., Abrams, D., Grotenhermen, F. (2013). The medicinal use of cannabis and cannabinoids: An international cross-sectional survey on administration forms. Journal of Psychoactive Drugs. 45 (3), 199–210.

[xiv] de Hoop, B., Hazekamp, A., Kopsky, D., Wijnkoop, L. (2016). Experiences and motives of medicinal cannabis patients: A cross-sectional questionnaire. Radboud Universiteit Nijengen, the Netherlands. (Unpublished work)

[xv] The Volcano® Medic vaporizer medical device is listed on the Medical Devices Active Licences Listing (Health Canada), licence No.: 82405.

[xvi] Hazekamp, A., Ruhaak, R., Zuurman, L., van Gerven, J., Verpoorte, R. (2006). Evaluation of a vaporizing device (Volcano) for the pulmonary administration of tetrahydrocannabinol. Journal of Pharmaceutical Sciences. 95(6):1308-17.

[xvii] Pomahacova, B., Van der Kooy, F., Verpoorte, R. (2009). Cannabis smoke condensate III: the cannabinoid content of vaporised Cannabis sativa. Inhalation Toxicology. 21(13):1108-12.

[xviii] Eisenberg, E., Ogintz, M., Almog, S. (2014). The pharmacokinetics, efficacy, safety, and ease of use of a novel portable metered-dose cannabis inhaler in patients with chronic neuropathic pain: A Phase 1a study. Journal of Pain & Palliative Care Pharmacotherapy. 28:216–225.

[xix]  Vulfsons S, Ognitz M, Bar-Sela G, Raz-Pasteur A, Eisenberg E (2019). Cannabis treatment in hospitalized patients using the SYQE inhaler: Results of a pilot open-label study. Palliative and Supportive Care, 1–6.

[xx] Van de Donk, T., Niesters, M., Kowal, M., Olofsen, E., Dahan, A., Van Velzen, M. (2019). An experimental randomized study on the analgesic effects of pharmaceutical-grade cannabis in chronic pain patients with fibromyalgia. Pain; 160: 860–869.

Bedrocan präsentiert Unternehmensfilm

„Bedrocan“ – als Marke – und Unternehmensname – ist bereits seit Jahrzehnten ein Begriff, wenn es um die Entwicklung und Herstellung von standardisiertem medizinischen Cannabis mit pharmazeutischer Wirkung geht. Da Bilder häufig mehr sagen als Worte, haben wir einen kurzen Film erstellt, in dem die einzigartige Kombination von Anbau, Ernte und Produktion (gemäß Good Manufacturing Practice) und Forschung & Entwicklung zusammengefasst wird. So wird in drei Minuten und einunddreißig Sekunden klar, was wir mit „Beyond Pioneering“ meinen.

Bedrocan - mehr als fortschrittlich

Neue niederländische Produktionsstandort von Bedrocan erhält GMP-Zertifizierung

Seit November erfüllt auch das Herstellungsverfahren der neuesten Produktionsanlage von Bedrocan in den Niederlanden die gültigen Vorschriften der Good Manufacturing Practices (GMP). Damit entspricht Bedrocan erneut den internationalen pharmazeutischen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen.

Es ist bereits die zweite Produktionsanlage von Bedrocan, die den höchsten GMP-Anforderungen für aktive pharmazeutische Wirkstoffe genügt. Anfang dieses Jahres erhielt Bedrocan, Hersteller von standardisiertem medizinischem Cannabis, bereits ein GMP-Zertifikat für die vorhandene niederländische Produktionsanlage. Damit gehört Bedrocan weltweit zu den ersten Erzeugern, dessen gesamtes Produktionsverfahren – einschließlich Pflanzenzucht – die internationalen Anforderungen für pharmazeutische Rohstoffe und Fertigerzeugnisse erfüllt.

Am 15. September 2017 wurde in der neuen Produktionsanlage von Bedrocan das erste medizinische Cannabis aus standardisiertem Herstellungsverfahren geerntet und der niederländischen Behörde für medizinische Verwendung von Cannabis übergeben. Die neue Produktionsanlage verfügt über eine zehntausend Quadratmeter große Nutzfläche, die dem letzten Stand der Technik entspricht und momentan noch bis zur Hälfte ausgelastet ist. Durch die wesentliche Erhöhung der Produktionskapazität ist Bedrocan nunmehr in der Lage, den wachsenden Bedarf an medizinischem Cannabis pharmazeutischer Qualität zu decken.

Seit 2003 produziert Bedrocan medizinisches Cannabis für das niederländische Ministerium für Gesundheit, Soziales und Sport. Gemäß Ministerialverordnung für die Bereitstellung von medizinischem Cannabis ist standardisiertes Cannabis verschreibungspflichtig und in niederländischen Apotheken erhältlich. Das Ministerium exportiert medizinisches Cannabis auch in andere Länder, wie Australien, Italien, Deutschland, Finnland, Kanada, und Tschechien. Auch für wissenschaftliche Untersuchungen wird Cannabis weltweit exportiert.

 

 

 

 

Bedrocan ist der weltweit erste GMP-Hersteller

Nach einer strengen Inspektion durch die niederländische Aufsichtsbehörde für das Gesundheitswesen ist Bedrocan in den Niederlanden zum weltweit ersten Hersteller von medizinischem Cannabis gemäß den GMP-Standards (Good Manufacturing Practice) der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency – EMEA) geworden. Zum ersten Mal hat damit ein Hersteller von medizinischem Cannabis einen so hohen Erfüllungsgrad erreicht. Die Produktionsstätten von Bedrocan in Kanada und der Tschechischen Republik werden voraussichtlich im nächsten Jahr die volle Compliance erreichen.

GMP ist der höchste Standard, den Arzneimittelhersteller beim Produktionsprozess einhalten müssen. Der GMP-Status von Bedrocan gewährleistet höchste Qualität beim Anbau und bei der Verpackung.

Tjalling Erkelens, Chairman von Bedrocan International, sagt: “Dies ist eine wirklich hervorragende Anerkennung. Wir haben uns immer darum bemüht, die höchsten pharmazeutischen Normen einzuhalten. Nun haben die Behörden unsere Bemühungen offiziell anerkannt.”

Seit 2003 stellt Bedrocan standardisiertes medizinisches Cannabis als pharmazeutischen Wirkstoff (Active Pharmaceutical Ingredient, API) her. Zudem ist Bedrocan das einzige Unternehmen weltweit, das Cannabis flos (die ganze getrocknete Blüte) mit einer konstanten Zusammensetzung an Cannabinoiden und Terpenen herstellt.

Mit dem in den Niederlanden hergestellten medizinischen Cannabis von Bedrocan werden Patienten und Forscher in den Niederlanden, Deutschland, Finnland, Israel, Italien, Mazedonien und Polen beliefert. In Australien wird es im Rahmen der ersten dort durchgeführten klinischen Studie über verdampfte Cannabis-Blütenknospen verwendet.

 

Perry Davidson, CEO und Gründer von Syqe Medical in Israel, wo das medizinische Cannabis von Bedrocan in dem firmeneigenen fein dosierten Inhalationsgerät verwendet wird, sagt dazu: “Syqe Medical hat das weltweit erste Inhalationsgerät entwickelt, welches medizinisches Cannabis mit der gleichen Präzision dosiert wie konventionelle Arzneimittel. Die standardisierten Produkte und die kompromisslose Qualität von Bedrocan bilden einen Schlüsselfaktor unserer Fähigkeit, Lösungen von pharmazeutischer Qualität zu liefern. Die GMP-Compliance von Bedrocan ist ein wichtiger Schritt vorwärts für medizinisches Cannabis und seine Akzeptanz im Rahmen der Mainstream-Behandlung durch die medizinische Fachwelt.”

In Kanada und der Tschechischen Republik sind die Lizenzen für die hoch spezialisierten Produktionsverfahren von Bedrocan an exklusive Partner vergeben worden.

Cannabis von Bedrocan im Rahmen einer klinischen Studie in Australien verwendet

In Australien werden als erste ihrer Art Cannabis flos und Placebo von Bedrocan im Rahmen einer klinischen Studie zur Palliativversorgung von Krebspatienten verwendet.

Unter der Leitung von Professor Meera Agar soll bei dieser randomisierten kontrollierten Doppelblindstudie festgestellt werden, ob verdampftes medizinisches Cannabis flos den Appetit anregen und die Lebensqualität verbessern kann. Bei Krebspatienten sind die Mechanismen zur Appetitanregung blockiert. Die Lebensqualität dieser Patienten ist aufgrund von Müdigkeitserscheinungen, niedergeschlagener Stimmung, Übelkeit und Schlaflosigkeit beeinträchtigt – kritische Aspekte für die Gesundheit und das Wohlbefinden.

Die Forscher suchen nun nach Patienten, die daran teilnehmen möchten. Etwa 30 erwachsene Patienten mit Krebs im fortgeschrittenen Stadium werden an den Studien teilnehmen, die am St Vincent’s Sacred Heart Health Service in Sydney sowie am Calvary Mater Hospital in Newcastle durchgeführt werden. Aufgrund der entsprechenden Ergebnisse kann dann eine weitere Studie durchgeführt werden, an der bis zu 250 Patienten aus städtischen und regionalen Krankenhäusern im gesamten Land teilnehmen.

Die für medizinische Untersuchungen verantwortliche Ministerin des Staates New South Wales, Pru Goward, unterstützt diese Studie in jeder Hinsicht. Die Landesregierung hat $21 Millionen an Subventionen für klinische Studien über medizinisches Cannabis und entsprechende Reformen bereitgestellt. Weitere Einzelinformationen über das NSW Government’s Centre for Medicinal Cannabis Research and Innovation und die Studie finden sich unter www.medicinalcannabis.nsw.gov.au.

Wenn Sie an weiteren Einzelheiten über die Verdampfung als Verabreichungsmethode für Cannabis flos interessiert sind, lesen Sie bitte unseren Artikel Verabreichung von Cannabis flos durch Verdampfung und Lungeninhalation.

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Placebo zur Verwendung in klinischen Studien

Moderne klinische Studien sind normalerweise randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien. Um dem zu entsprechen, bietet Bedrocan jetzt auch Placebo-Versionen aller unserer Sorten zur Verwendung in klinischen Studien an. Dabei enthält jedes Placebo genau das gleiche Terpen-Profil wie die ursprüngliche Sorte, wobei jedoch alle Cannabinoide entfernt worden sind.

Zur Umwandlung von aktivem Cannabis in ein Placebo verwenden wir homogenisiertes Cannabis als Ausgangsmaterial. Dazu dient ein Prozess, der als Granulierung bezeichnet wird, wobei das Cannabis in kleinere Teilchen vermahlen wird. Aus diesem Grund gibt es das Placebomaterial nur als Granulat.

Vollständige HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) und GC (Gaschromatographie)-Profile sind auf Wunsch erhältlich und zeigen detaillierte Informationen über den Cannabinoid- und Terpengehalt aller Varietäten.

Klicken Sie hier für weitere Einzelinformationen über unser Placebo.

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Deutlichere Klassifikation der medizinischen Cannabis-Varianten

Detaillierte chemische Analysen zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Sativa- und den Indica-Sorten des Cannabis.

Die Begriffe „Sativa“ und „Indica“ werden bereits seit Jahrhunderten von Cannabis-Züchtern und Endanwendern zur Identifizierung bestimmter Cannabisarten verwendet. Die Patienten haben gelernt, diese Begriffe im Rahmen der Suche nach der jeweils bevorzugten Variante zu verwenden, aber es war unklar, in welcher Weise dies die tatsächlichen Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung und der medizinischen Wirkung reflektierte.

Eine von Bedrocan International in Auftrag gegebene Studie jüngeren Datums zeigt, dass gewisse Terpene als chemische Marker gelten, anhand derer sich Sativa Indica-Cannabis unterscheiden lässt. Die Verwendung biochemischer Marker ist eine hilfreiche Ergänzung zu dem gemeinhin verwendeten Klassifikationssystem auf Basis von„Kultursorten“-Klassifkationsbezeichnungen wie beispielsweise Amnesia Haze oder Purple Kush. Ein modernerer wissenschaftlicher Ansatz erleichtert die Entdeckung von Varianten mit einer chemischen Zusammensetzung (chemovars), die den pharmakologischen Bedürfnissen der Patienten besser entspricht.

Studie von Dr. Arno Hazekamp

In dieser Studie mit dem Titel From cultivar to chemovar II“ hat Dr. Arno Hazekamp die größte in der wissenschaftlichen Literatur erwähnte Sammlung von Cannabis-Proben (460) analysiert. Dabei wurden die Proben chemisch kartiert und in Gruppen mit ähnlicher Zusammensetzung unterteilt. Im Rahmen dieser Studie wiesen die Sativa- und Indica-Proben deutliche chemische Unterschiede auf, wobei gewisse Terpene als Hauptmarker galten. Hydroxylierte Terpene, die auch als Terpenoide bezeichnet werden, waren bei den Indica-Proben signifikant stärker vertreten. Entgegen der gängigen Annahme unterscheiden sich die Sativa- und Indica-Sorten nicht in Bezug auf den mittleren THC oder CBD-Gehalt.

Bestrahlung beeinträchtigt medizinisches Cannabis nicht

Gammabestrahlung verursacht keine signifikanten Veränderungen in der Zusammensetzung von medizinischem Cannabis. Eine Studie jüngeren Datums hat gezeigt, dass die wichtigsten therapeutischen Wirkstoffe, THC und CBD, von der Strahlung nicht beeinflusst werden.

Pflanzliche Cannabis-Produkte, die oft bei empfindlichen Patienten verwendet werden, werden mit Gammabestrahlung behandelt, um sie von der Kontamination mit potenziell schädlichen Mikroben zu befreien. Einige Patienten haben gelegentlich Bedenken bezüglich der Auswirkungen der Strahlenbehandlung auf medizinisches Cannabis geäußert. Dabei kamen auch Hinweise auf eine mögliche Geschmacksveränderung oder Geschmackswirkung zur Sprache, und auch die mögliche Veränderung der chemischen Zusammensetzung beziehungsweise Qualitätsbeeinträchtigung des Arzneimittels wurden angesprochen.

Studie

Bei dieser Studie wurden die Auswirkungen der Bestrahlungsbehandlung auf vier verschiedene Cannabis-Varianten mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung evaluiert. Dabei wurden die Proben vor und nach der Standard-Gammabestrahlung chemisch analysiert. Außerdem wurden der Wassergehalt und das mikroskopische Erscheinungsbild der Cannabisblüten evaluiert. Der Effekt der Gammabestrahlung beschränkte sich auf eine leichte Verringerung einiger der im Cannabis enthaltenen Terpene, wobei jedoch das Terpenprofil qualitativ unverändert blieb. Auswirkungen auf den THC- oder CBD-Gehalt wurden nicht beobachtet.

Auf Basis der Studienergebnisse ist die Gammabestrahlung von Cannabiskraut weiterhin als Dekontaminierungsverfahren zu empfehlen, zumindest so lange, bis andere allgemein besser akzeptierte Methoden verfügbar sind.

Die Studie wurde von Dr. Arno Hazekamp durchgeführt, einer internationalen Autorität in der biochemischen Cannabis-Forschung, und von Bedrocan in Auftrag gegeben.

Verabreichung von Cannabis flos durch Verdampfung und Lungeninhalation

Viele von uns haben schon von Verdampfern gehört; dabei denken wir sofort an „E-Zigaretten“ oder „E-Shishas“. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Arten von Verdampfern.

Der vorliegende Artikel befasst sich mit dem Thema der Verabreichung von Cannabis flos durch Verdampfung und Lungeninhalation. Er beleuchtet diverse Aspekte der Verdampfung und unterstreicht die Bedeutung der medizinischen Verabreichungsgeräte in Kombination mit standardisiertem Cannabis flos pharmazeutischer Qualität.

Cannabis flos pharmazeutischer Qualität

Um sicherzustellen, dass die Verdampfung wirklich effektiv ist, muss das verwendete Cannabis-Produkt eine pharmazeutische Qualität aufweisen. Vollständig standardisiertes Cannabis flos gewährleistet eine konstante Dosiszusammensetzung und eine hervorragende Wiederholgenauigkeit und bietet dem Patienten und dem verschreibenden Arzt die Möglichkeit, die Dosis durch Titration effektiv anzupassen.

Ein kritischer Faktor für die Evidenzbasis für medizinisches Cannabis ist die Möglichkeit, Befunde aus verschiedenen klinischen Studien sowie Langzeitstudien miteinander zu vergleichen. Dies bedeutet, dass die genaue Qualität und Dosis des Cannabis, das für unterschiedliche Erkrankungen verwendet wird, bekannt sein sollte.

Cannabis flos von pharmazeutischer Qualität wird zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit sowie der Sicherheit der Patienten benötigt. Cannabis flos darf keine Verunreinigungen wie Mikroben, Pestizide und Schwermetalle enthalten, damit der Dampf unbedenklich in die Lungen inhaliert werden kann.

Ein wirksamer Verabreichungsweg

Der wirksamste Verabreichungsweg für medizinisches Cannabis ist die Inhalation. Tatsächlich ist die Verabreichung durch Inhalation eine schnelle Möglichkeit, messbare Serumspiegel der Cannabinoide zu erzielen.

„Der wirksamste Verabreichungsweg für Cannabis  ist  die Inhalation …durch die Verwendung eines Medizinprodukts zur Verdampfung lassen sich die respiratorischen Nachteile des Rauchens vermeiden.”

Ein Medizinprodukt zur Verdampfung verringert im Vergleich zum Rauchen die Konzentrationen toxischer Verbindungen wie Kohlenmonoxid, Ammoniak und polyaromatischer Kohlenwasserstoffe (PACs) ganz erheblich. Im Vergleich zum Rauchen sind höhere therapeutische THC-Konzentrationen sowie eine konsistente, reproduzierbare THC-Extraktion und Bereitstellung möglich. Der Dampf wird schnell von den Lungen absorbiert und ermöglicht den Patienten eine effektive Titration zur Optimierung ihrer Dosis nach Maßgabe der Schwere der Symptome, der Verträglichkeit und der Vermeidung von Nebenwirkungen. Der schnelle Wirkungseintritt bei inhaliertem Cannabinoid erleichtert die Titration der Dosis, während die Patienten bei standardisierten Cannabis-Produkten eine genaue Dosis verabreichen können.

In der Praxis konzentrieren sich die Patienten unter Aufsicht des verschreibenden Arztes zu Beginn auf die Feststellung eines Dosierungsbereichs, der bei ihrer spezifischen Erkrankung funktioniert. Im Durchschnitt verwenden Patienten im Rahmen des niederländischen Programms für medizinisches Cannabis nur 0,7 Gramm Cannabis flos pro Tag, auf mehrere Dosierungen verteilt.

Das Rauchen von Cannabis in Form von Zigaretten (Joints) ist  immer noch die üblichste Art des Konsums für die medizinische Verwendung sowie den Freizeitkonsum auf internationaler Ebene. Der Vorteil der Verdampfung gegenüber dem Rauchen ist offensichtlich in den Reizungen und Atemwegskomplikationen durch das Rauchen begründet. Cannabis flos-Dampf enthält Nicht-THC-Bestandteile, einschließlich entzündungshemmender Terpene, die die Lungen vor der Reizung schützen. Dadurch ist die Verdampfung die offensichtlich gesündere Alternative zur Verabreichung der gesamten Palette an therapeutischen Verbindungen, die in der Cannabis-Pflanze enthalten sind.

Patientenperspektiven und Optionen

Erhebungen zur Patientennutzung unterstreichen die Bedeutung der Verdampfung. Mehrheitlich erteilen die Umfrageteilnehmer dem Inhalationsweg bessere Zufriedenheitsnoten (Zustimmungsnoten). Generell waren Medikamente auf Cannabiskrautbasis (Ganzpflanzenzubereitungen) erfolgreicher als andere Produkte, die isolierte Cannabinoide enthielten.

Während das Rauchen international eine beliebte Verabreichungsmethode ist, suchen die Patienten offensichtlich nach einer Alternative zum Rauchen. Die Patienten wünschen sich einen verlässlich, erschwinglichen und tragbaren Verdampfer zur Verabreichung von Cannabis flos. Heute befassen sich diverse Forschungsprojekte mit der fortschrittlichen Verabreichungstechnologie. Eine Beispiele für wichtige Entwicklungen bei den Medizinprodukten für die Verdampfung unter Verwendung von standardisiertem Cannabis flos beinhalt den Syqe® Inhaler (Syqe Medical).  Diese Produkt hat sich im Zusammenhang mit den Qualitätsprüfungen und den klinischen Studien auf standardisiertes Cannabis flos von Bedrocan gestützt.

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Medizinprodukte zur Verdampfung ergeben standardisierte Dosierungen und dienen der Qualitätssicherung, Sicherheit und Wirksamkeit. Dank dieser technischen Fortschritte bei der Verabreichung kann das Rauchen von Cannabis flos schon bald der Vergangenheit angehören. Auf der Grundlage ordentlicher wissenschaftlicher Studien wird medizinisches Cannabis flos zum akzeptablen Behandlungsmittel für Patienten, verschreibende Ärzte und Aufsichtsbehörden.

Exposition über die Umgebungsluft

Der Inhalt von exhaliertem Cannabis-Dampf enthält keine pyrolytischen Verbindungen für die Exposition über die Umgebungsluft. Es ist jedoch noch nicht genau geklärt, wie sich der exhalierte Dampf in der Luft verteilt und ob dieser Dampf signifikante Mengen an Cannabinoiden enthält. Bisher sind keine Dispersionsstudien in Bezug auf die Dampfwolke durchgeführt worden. Daher ist noch nicht geklärt, ob die passive Aufnahme von Cannabinoiden ein Berufsrisiko für medizinische Fachkräfte und andere Betreuungspersonen darstellt. Obwohl die Konzentrationen vermutlich für die Gesundheit und Sicherheit nicht kritisch sind, sollten in der Zukunft entsprechende Forschungen in die Wege geleitet werden.

Verdampfer

Verabreichung
Durch die Lungenabsorption lässt sich die tägliche Gesamtaufnahme möglicherweise verringern.

Verabreichungsform
Cannabis flos und Granulat. Ein Dampf aus Cannabinoiden und Terpenoiden.

Onset
Hochwirksam mit schneller Wirkung. Zwischen 2-10 Minuten.

Dauer
Zwischen 2-4 Stunden.

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