{"id":8763,"date":"2022-08-01T13:24:48","date_gmt":"2022-08-01T11:24:48","guid":{"rendered":"http:\/\/bedrocan.com\/produkte-services\/gesundheitswesen\/indications\/"},"modified":"2025-06-19T14:35:34","modified_gmt":"2025-06-19T12:35:34","slug":"anwendungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bedrocan.com\/de\/medizinische-fachkreise\/anwendungen\/","title":{"rendered":"Anwendungen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\">[mk_page_section bg_image=&#8221;http:\/\/bedrocan.com\/wp-content\/uploads\/header_indications.jpg&#8221; bg_repeat=&#8221;no-repeat&#8221; bg_stretch=&#8221;true&#8221; min_height=&#8221;300&#8243; full_width=&#8221;true&#8221; top_shape_color=&#8221;#ffffff&#8221; bottom_shape_color=&#8221;#ffffff&#8221; visibility=&#8221;hidden-sm&#8221; sidebar=&#8221;sidebar-1&#8243;][vc_column][\/vc_column][\/mk_page_section][vc_row][vc_column][vc_empty_space height=&#8221;45px&#8221;][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618992750996{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h1>Anwendungen<\/h1>\n[\/vc_column_text][vc_separator color=&#8221;custom&#8221; align=&#8221;align_left&#8221; border_width=&#8221;5&#8243; el_width=&#8221;10&#8243; accent_color=&#8221;#008752&#8243; css=&#8221;.vc_custom_1468403515259{margin-top: -10px !important;margin-bottom: 10px !important;}&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1659353623164{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]Medizinisches Cannabis kann bei verschiedenen Erkrankungen angewendet werden. Insbesondere in F\u00e4llen, wo herk\u00f6mmliche Medikamente Patienten nicht ausreichend helfen, oder bei gravierenden Nebenwirkungen.<\/p>\n<p>Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Cannabis keine Krankheiten oder Erkrankungen heilt, es kann jedoch die Symptome lindern oder die Entwicklung einer Erkrankung hemmen. Basierend auf randomisierten, doppelblinden, kontrollierten klinischen Daten haben sich Cannabinoide als therapeutisch wirksam erwiesen bei:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#chronic_pain\">Chronische Schmerzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#ms\">Multiple Sklerose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#nausea\">\u00dcbelkeit, Brechreiz und Appetit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tourette\">Gilles-de-la-Tourette-Syndrom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#glaucoma\">Glaukom<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Sonstige Anwendungen<\/h3>\n<p>Cannabinoide zeigen auch vielversprechende Ergebnisse bei der symptomatischen Behandlung von Hyperaktivit\u00e4t, Angstzust\u00e4nden und Allergien. Neben einer \u00e4rztlichen Behandlung experimentieren Patienten h\u00e4ufig mit Selbstmedikation in verschiedenen Formen. Cannabis wird dabei f\u00fcr die folgenden Erkrankungen angewendet:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#angst\">Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#cancer\">Krebs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#epilepsy\">Epilepsie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#bowel\">Entz\u00fcndliche Darmerkrankungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#parkinson\">Parkinson-Krankheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#psychiatric\">Psychiatrische Erkrankungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#schlaf\">Schlaflosigkeit\/Schlafst\u00f6rungen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Abgesehen von diesen Erkrankungen zeigen die Cannabinoide auch vielversprechende Ergebnisse im Zusammenhang mit der symptomatischen Behandlung von Hyperaktivit\u00e4t, Angstst\u00f6rungen und Allergien.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995175541{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h3>Anwendungen<\/h3>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618994976663{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"chronic_pain\">Chronische Schmerzen<\/span><\/h2>\n<p><strong>Behandlung<\/strong>: Im Wesentlichen Schmerzen im Zusammenhang mit dem Nervensystem, beispielsweise Schmerzen aufgrund von Nervenverletzungen, Phantomschmerzen, Gesichtsneuralgie oder G\u00fcrtelrose.<\/p>\n<p>Starke chronische Schmerzen sind offensichtlich einer der wichtigsten Gr\u00fcnde, warum Patienten Cannabis als Arzneimittel verwenden. Es gibt viele Arten von Schmerzen, und Cannabis hat nicht bei allen Schmerzen die gleiche Wirkung. Die beste therapeutische Wirkung scheinen Cannabinoide bei neuropathischen Schmerzen zu haben &#8211; also bei Schmerzen aufgrund von Verletzungen oder einer Erkrankung, die die sensorischen Nerven betrifft. Das ist zum Beispiel der Fall bei Multipler Sklerose (MS). Bei dieser Krankheit werden die Nerven des Patienten vom eigenen Immunsystem zerst\u00f6rt; oder auch bei Fibromyalgie, bei der die Nerven \u00fcberempfindlich werden und schon leichte Ber\u00fchrungen als schmerzhaft empfunden werden. Studien hingegen, bei denen die Wirkung auf akute Schmerzen gemessen wird (wie nach einer Operation), zeigen zumeist wenig bis gar keine Wirkung von Cannabis. Dies h\u00e4ngt wahrscheinlich mit der unterschiedlichen Rolle zusammen, die die <a href=\"https:\/\/bedrocan.com\/de\/so-funktioniert-unser-endocannabinoid-system\/\">Endocannabinoide<\/a> bei beiden Schmerzarten spielen. Der Mechanismus, der diesen Unterschied begr\u00fcndet, ist jedoch noch nicht ganz erforscht.<\/p>\n<p>Aus Studien, die sich mit den therapeutischen Pr\u00e4ferenzen der Patienten befassen, geht hervor, dass die meisten <a href=\"https:\/\/bedrocan.com\/de\/medizinische-fachkreise\/nebenwirkungen-und-risiken\/\">Nebenwirkungen<\/a> der Cannabinoide bei starken Schmerzen besser vertragen werden als die Nebenwirkungen der langfristigen Verwendung hochdosierter Opioid-Medikamente. Chronische neuropathische Schmerzen sind ein h\u00e4ufig vorkommendes, schwer zu behandelndes Symptom mit begrenzten Behandlungsm\u00f6glichkeiten. F\u00fcr solche Patienten kann daher schon eine geringe therapeutische Wirkung der Cannabinoide relevant sein.<\/p>\n<p>Da chronische Schmerzen so schwer mit einem einzigen Medikament zu behandeln sind, wurden Cannabinoide h\u00e4ufig in Kombination mit anderen Schmerzmitteln &#8211; beispielsweise starken Opiaten wie Morphin &#8211; untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass Cannabinoide und Opiate in Kombination eine starke Wirkung haben. Dieser Effekt wird als \u201eSynergie\u201c bezeichnet. Daher l\u00e4sst sich die Opioid-Dosis im t\u00e4glichen Anwendungsregime der Patienten h\u00e4ufig durch die Verschreibung zus\u00e4tzlicher Cannabinoide verringern. Kombinationstherapien haben nachweislich die unerw\u00fcnschten milden bis schweren Nebenwirkungen der Opioide abgeschw\u00e4cht, wie beispielsweise \u00dcbelkeit und Brechreiz, Toleranz, Sedierung und Atemdepression.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995001164{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"ms\">Multiple Sklerose<\/span><\/h2>\n<p><strong>Behandlung<\/strong>: Schmerzen und Muskelspasmen oder Kr\u00e4mpfe aufgrund multipler Sklerose (MS) oder R\u00fcckenmarksverletzungen.<\/p>\n<p>Zusammen mit chronischen Schmerzen ist auch die multiple Sklerose (MS) eine Krankheit, bei der die langfristige Wirkung der Cannabinoide umfassend untersucht worden ist (in erster Linie in Form des pharmazeutischen Produkts Sativex\u00ae). Diese Studien zeigen, dass die Patienten keine Toleranz in Bezug auf die medizinischen Wirkungen entwickeln, und sie erh\u00f6hen die Dosis auch nicht mit der Zeit, um die gleiche therapeutische Wirkung zu erzielen. Zwar liegen noch keine ausreichenden medizinischen Beweise f\u00fcr die Wirksamkeit von Cannabis bei MS vor, trotzdem ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dies auch f\u00fcr viele konventionelle Medikamente gilt, die bei MS verwendet werden.<\/p>\n<p>Zahllose Patienten in der ganzen Welt verwenden heute Cannabis und Cannabinoide zur Linderung von Schmerzen, Muskelspasmen oder Kr\u00e4mpfen im Zusammenhang mit MS oder R\u00fcckenmarksverletzungen. Deshalb wurden auch die meisten klinischen Studien mit Cannabinoid-Medikamenten bei MS durchgef\u00fchrt. Die herk\u00f6mmliche Behandlung bietet h\u00e4ufig eine ungen\u00fcgende Linderung der Beschwerden oder wird durch die Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente eingeschr\u00e4nkt. Die Folge ist, dass MS-Patienten h\u00e4ufig mit alternativen Therapien experimentieren, wie z.B. mit Cannabis, um ihre Lebensqualit\u00e4t zu steigern.<\/p>\n<p>Heute liegen wissenschaftliche Nachweise f\u00fcr die positiven Auswirkungen der Cannabinoide auf durch Krankheiten verursachte Schmerzen, Blasensymptome, Tremor und Spastizit\u00e4t vor. Zudem wirken die Cannabinoide in signifikanter Weise schlaff\u00f6rdernd, womit sich die Dauer und Tiefe des Schlafs verbessert.<\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995067733{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"nausea\">\u00dcbelkeit, Brechreiz und Appetit<\/span><\/h2>\n<p><strong>Behandlung<\/strong>: Im Zusammenhang mit Chemotherapie oder Radiotherapie zur Krebsbehandlung. Appetit- und Gewichtsverlust sowie Entkr\u00e4ftung aufgrund von Hepatitis C, Krebs oder HIV-Infektionen und AIDS.<\/p>\n<p>Cannabis kann starke Wirkungen bei \u00dcbelkeit und Erbrechen infolge der Chemotherapie oder Strahlenbehandlung bei Krebs, Hepatitis C, HIV-Infektionen oder AIDS zeigen. Seit 1986 ist synthetisches THC (in Form von Marinol\u00ae) von der US-Zulassungsbeh\u00f6rde amerikanische <a href=\"https:\/\/www.fda.gov\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">FDA<\/a> (Food and Drug Administration) als Appetitanreger bei Anorexia mit Gewichtsverlust bei Patienten zugelassen, die an HIV\/AIDS leiden.\u00a0 Marinol\u00ae ist zudem auch als Antiemetikum f\u00fcr Krebspatienten mit Chemotherapie zugelassen. Unterst\u00fctzende Studien weisen darauf hin, dass die zus\u00e4tzliche Gabe von THC unmittelbar vor und nach der Chemotherapie besser wirkt als ausschlie\u00dflich konventionelle Mittel gegen Erbrechen.<\/p>\n<p>Cannabis regt nachweislich den Appetit an, was sich als starker Wunsch nach Nahrungsmitteln mit hohem Fett- oder Zuckergehalt \u00e4u\u00dfert. Bei diesen Patienten kann die erh\u00f6hte Kalorienaufnahme zur Gewichtszunahme und zur N\u00e4hrstoffversorgung beitragen, was in bestimmten F\u00e4llen lebenswichtig ist, wie z.B. beim Wasting-Syndrom bei AIDS-Patienten.<\/p>\n<p>Obwohl auch andere Mittel zur Bek\u00e4mpfung von \u00dcbelkeit, Brechreizen und Appetitlosigkeit verf\u00fcgbar sind, wirkt Cannabis bei allen diesen Symptomen gleichzeitig und ist somit ein besonders wirksames Mittel, das zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t der Patienten beitr\u00e4gt. F\u00fcr Patienten, die an \u00dcbelkeit oder Brechreiz leiden, sind orale Medikamente nicht sehr angenehm. Bei diesen Patienten verringert die Inhalation \u2013 mithilfe eines medizinischen Verdampfers \u2013 die Schwierigkeiten der oralen Medikation und erzielt innerhalb k\u00fcrzester Zeit eine therapeutische Wirkung.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995101581{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"tourette\">Gilles-de-la-Tourette-Syndrom<\/span><\/h2>\n<p><strong>Behandlung<\/strong>: Unf\u00e4higkeit, ungewollte wiederholte, schnelle Bewegungen oder Ger\u00e4usche zu kontrollieren<\/p>\n<p>Tourette-Syndrome ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, die sich durch motorische oder lautliche Tics kennzeichnet. Es liegen diverse Berichte von einzelnen Patienten vor, die darauf hinweisen, dass Cannabis die Unterdr\u00fcckung derartiger Tics sowie die Behandlung damit verwandter psychiatrischer St\u00f6rungen, wie beispielsweise die Zwangsst\u00f6rung (OCD), wirksam unterst\u00fctzt. Klinische Studien bez\u00fcglich der Auswirkungen von (reinem) THC bei der Behandlung des Tourette-Syndroms zeigen einen erheblichen R\u00fcckgang der Tics ohne ernsthafte <a href=\"https:\/\/bedrocan.com\/de\/medizinische-fachkreise\/nebenwirkungen-und-risiken\/\">Nebenwirkungen<\/a>. Da diese Tics so stark auffallen, wirken sie sich h\u00e4ufig stark auf das soziale Leben der Tourette-Patienten aus. Daher kann schon eine geringe Wirkung des Cannabis durchaus relevant sein. THC k\u00f6nnte somit f\u00fcr die Behandlung des Tourette-Syndroms bei erwachsenen Patienten empfohlen werden, wenn Prim\u00e4rtherapien keine ausreichende Wirkung auf die Tics gezeigt haben.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995124435{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"glaucoma\">Therapieresistentes Glaukom<\/span><\/h2>\n<p><strong>Behandlung<\/strong>: Unkontrollierter Augendruck bei therapieresistentem Glaukom.<\/p>\n<p>Beim Glaukom (gr\u00fcnem Star) verursacht ein steigender Augeninnendruck den allm\u00e4hlichen Verlust der Sehf\u00e4higkeit, was ohne Behandlung zur vollst\u00e4ndigen Erblindung f\u00fchren kann. Entsprechende Studien in den siebziger Jahren haben gezeigt, dass Cannabis sowohl bei oraler Verabreichung als auch durch Inhalieren den Augeninnendruck ebenso wirksam senken kann wie Standard-Medikamente.<\/p>\n<p>Obwohl es inzwischen eine Vielzahl von Behandlungsm\u00f6glichkeiten gibt, ist das Glaukom weltweit noch immer eine der Hauptursachen f\u00fcr irreversible Blindheit. Cannabis kann eine gute Behandlungsoption sein, wenn konventionelle Behandlungen nicht die gew\u00fcnschte Wirkung zeigen. Die Wirkung zur Verringerung des Augeninnendrucks h\u00e4lt jedoch normalerweise nur wenige Stunden an. Daher m\u00fcsste ein Cannabis-Medikament regelm\u00e4\u00dfig dosiert werden.[\/vc_column_text][mk_padding_divider][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995265048{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h3><span lang=\"DE\">Sonstige Anwendungen<\/span><\/h3>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1659345147089{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"angst\">Angst<\/span><\/h2>\n<p>Zwischen Cannabis und Angstst\u00f6rungen herrscht eine komplexe Wechselbeziehung. In Bezug auf die akute Wirkung ist es einerseits wahrscheinlich, dass die Verabreichung hoher Dosen von THC das Angstempfinden verst\u00e4rkt. Andererseits weisen einige Studien darauf hin, dass CBD Angstgef\u00fchle verringert. Dar\u00fcber hinaus zeigte sich, dass die angstausl\u00f6sende Wirkung von THC durch die kombinierte Verabreichung von THC und CBD verringert wird. Trotz dieser Hinweise wurden noch nicht ausreichend klinische Beweise gefunden, um festzustellen, ob die Wirkung von THC und CBD auf Angst auch langfristig andauert. Insbesondere ist es, abgesehen von einigen begrenzten klinischen Daten \u00fcber die akute Wirkung beider Cannabinoide, nicht klar, ob THC dem Verlauf und der Behandlung von Angstst\u00f6rungen entgegenwirkt. Demgegen\u00fcber liegen auch keine schl\u00fcssigen klinischen Daten \u00fcber die positiven langfristigen Auswirkungen von CBD auf Angstst\u00f6rungen vor. Obwohl einige der derzeit verf\u00fcgbaren Beweise hoffen lassen, dass CBD zur wirksamen Behandlung von Angstzust\u00e4nden eingesetzt werden k\u00f6nnte, ist mehr klinische Forschung notwendig, um festzustellen, ob dies tats\u00e4chlich der Fall ist.[\/vc_column_text][mk_padding_divider][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618995241436{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"cancer\">Krebs<\/span><\/h2>\n<p>Cannabinoide haben eine palliative Wirkung bei Krebserkrankungen, weil sie \u00dcbelkeit, Brechreiz und Schmerzen lindern, den Appetit anregen und die Schlafqualit\u00e4t verbessern. Allerdings haben Laborstudien an Versuchstieren und an isolierten Krebszellen auch nachgewiesen, dass Cannabinoide unter gewissen Bedingungen in der Lage sind, das Krebszellenwachstum zu hemmen.<\/p>\n<p>In Reaktion auf diese interessanten Ergebnisse erscheinen im Internet immer mehr nicht wissenschaftliche Berichte und Videos, in denen behauptet wird, das Cannabis Krebs heilen k\u00f6nne. Trotz der laufenden diesbez\u00fcglichen Forschungsbem\u00fchungen gibt es zurzeit noch keine gesicherte Beweise aus klinischen Studien, die eine solche Behauptung unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass die potenzielle Wirkung der Terpene auf Krebs, allein oder in Kombination mit Cannabinoiden, in Laborstudien bisher nicht getestet worden ist. Tats\u00e4chlich wird oft angenommen, dass die kombinierte Wirkung der Cannabinoide und Terpene den wichtigsten Unterschied zwischen \u201eholistischen\u201c pflanzlichen Zubereitungen von Cannabis und den pharmazeutischen Produkten auf Basis einzelner Cannabinoide darstellt. Die genaue Wirkweise der Cannabinoid-Terpen-Kombinationen ist jedoch noch nicht untersucht worden.<\/p>\n<p>Zudem unterscheiden sich die Extraktionsverfahren beziehungsweise Verabreichungsformen, die Patienten mit Selbstmedikation verwenden, h\u00e4ufig von den Laborexperimenten oder den in Krankenh\u00e4usern durchgef\u00fchrten Studien. Aufgrund dieser Diskrepanz zwischen der klinischen Forschung einerseits und den Patientenerfahrungen andererseits bleibt vorl\u00e4ufig ungekl\u00e4rt, welche Bedeutung das Cannabiskraut f\u00fcr die Behandlung unterschiedlicher Krebsarten haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"epilepsy\">Epilepsie<\/span><\/h2>\n<p>Obwohl Epilepsie mit den heutigen Medikamenten oft gut kontrolliert werden kann, hat ein Gro\u00dfteil der Epilepsiepatienten seine epileptischen Anf\u00e4lle noch nicht ausreichend unter Kontrolle. F\u00fcr besonders schwere F\u00e4lle kann eine Operation erwogen werden. Dabei handelt es sich jedoch um einen schwierigen und gef\u00e4hrlichen Eingriff mit erheblichen Risiken f\u00fcr das Gehirn des Patienten. Daher kann der Einsatz von Cannabis bei behandlungsresistenten Patienten durchaus eine sinnvolle Alternative darstellen. Die krampfl\u00f6sende Wirkung von (reinem) CBD wurde bereits 1979 in Studien mit Ratten nachgewiesen. In mehreren darauffolgenden Studien mit Versuchstieren und (im kleinen Rahmen) bei Patienten konnte mit CBD sowohl die H\u00e4ufigkeit als auch die Intensit\u00e4t der Anf\u00e4lle verringert werden. Da es keine psychoaktive Wirkung hat, zeigen diese Ergebnisse das Potenzial von CBD als therapeutisches Mittel bei der Epilepsie menschlicher Patienten.<\/p>\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"bowel\">Entz\u00fcndliche Darmerkrankungen<\/span><\/h2>\n<p>Heute sammeln sich die Hinweise darauf, dass sich die Cannabinoide m\u00f6glicherweise positiv auf entz\u00fcndliche Darmerkrankungen (Inflammatory Bowel Diseases, IBDs) auswirken, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Entsprechende Daten aus Tierversuchen legen eine hom\u00f6ostatische (regulative) Rolle des Endocannabinoidsystems im Darm nahe und zeigen, dass die Beeinflussung des Endocannabinoidsystems auch positive Auswirkungen auf die gastrointestinale Motilit\u00e4t sowie Diarrh\u00f6 haben kann. Die Befunde aus Studien an Menschen ergeben jedoch ein komplexeres Bild. Einerseits hat die Forschung gezeigt, dass das Rauchen von Cannabis den Appetit und das Gewicht bei IBD-Patienten verbessern, die Krankheitsaktivit\u00e4t verringern und den Bedarf an anderen Medikamenten reduzieren kann. Andererseits haben Humanstudien auch gezeigt, dass die Auswirkungen der Cannabinoide auf die Krankheitsaktivit\u00e4t unter Umst\u00e4nden nicht so stark sind wie erwartet, insbesondere bei oral verabreichtem CBD. Au\u00dferdem scheinen die positiven Auswirkungen auf die IBDs nur symptomatisch zu sein \u2013 bisher konnte keine entz\u00fcndungshemmende Wirkung festgestellt werden. Weitere kontrollierte klinische Studien mit verschiedenen Verabreichungsmethoden werden ben\u00f6tigt, um den Wirkmechanismus der Cannabinoide bei IBDs besser verstehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"parkinson\">Parkinson-Krankheit<\/span><\/h2>\n<p>Die Forschung an Versuchstieren zeigt, dass Cannabinoide eine neuroprotektive Wirkung auf die Parkinson-Krankheit (PD) haben und die motorische Behinderung lindern k\u00f6nnen, die im Zusammenhang mit dieser Krankheit und der langfristigen Levodopa-Behandlung auftritt. Die Ergebnisse von Humanstudien sind unterschiedlich. Bei einigen Studien hatten oral verabreichte Cannabinoide (nat\u00fcrliche und synthetische Cannabinoide) keinerlei positive Wirkung auf die motorischen Symptome im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit beziehungsweise der Levodopa-Behandlung. Hingegen weisen entsprechende Anwendungsbeobachtungen mit gerauchtem Cannabis darauf hin, dass die Cannabinoide die motorischen Symptome, wie Tremor und Steifheit, lindern, die Schmerzen verringern und den Schlaf der Parkinson-Patienten verbessern k\u00f6nnen. Obwohl CBD die Symptome der Parkinson-Krankheit nach heutigen Erkenntnissen nicht beeinflusst, kann es die Lebensqualit\u00e4t der Patienten m\u00f6glicherweise verbessern. Auf jeden Fall sind mehr kontrollierte klinische Studien erforderlich, um festzustellen, in welchem Umfang Cannabinoide zur Behandlung von PD verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"psychiatric\">Psychiatrische Erkrankungen<\/span><\/h2>\n<p>Ein anderer aufkommender Anwendungsbereich von Cannabinoiden ist die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen, wie Schizophrenie, Angstst\u00f6rungen und bipolare St\u00f6rung. Obwohl die langfristige Anwendung von hochdosiertem THC als Risikofaktor f\u00fcr die Entwicklung psychischer St\u00f6rungen gilt, haben andere Cannabinoide anscheinend eine umgekehrte Wirkung. Insbesondere das nicht psychoaktive Cannabinoid CBD zeigt eine potenziell gute Wirkung bei der Behandlung von Angstst\u00f6rungen und verschiedenen Psychosen, wie beispielsweise Schizophrenie. In einer Studie mit reinem CBD zeigt dies eine starke antipsychotische Wirkung bei akuter Schizophrenie, vergleichbar mit der Wirkung der Standardmedikamente. Zurzeit werden Cannabis-Varianten mit hohem CBD-Gehalt entwickelt, um der steigenden Nachfrage nach diesen Substanzen gerecht zu werden.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1659345587960{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]\n<h2 class=\"pagejump\"><span id=\"schlaf\">Schlaflosigkeit\/Schlafst\u00f6rungen<\/span><\/h2>\n<p>Cannabis wird h\u00e4ufig bei Schlafst\u00f6rungen verwendet und die verf\u00fcgbaren wissenschaftlichen Beweise legen nahe, dass sowohl THC als auch CBD den Schlaf regulieren k\u00f6nnen. Dennoch gibt es, wie bei vielen anderen Gesundheitsproblemen, nur wenige klinische Studien zu diesem Thema, sodass verl\u00e4ssliche Schlussfolgerungen nicht m\u00f6glich sind. Daher ist es schwierig, die spezifischen Wirkungen von THC und CBD auf den Schlaf und ihr therapeutisches Potenzial bei Schlafst\u00f6rungen genau festzulegen. Obwohl mehr klinische Forschung zu diesem Thema erforderlich ist, ist es auch wichtig zu beachten, dass viele Patienten wirklich eine positive Wirkung von THC und CBD auf ihr Schlafmuster melden.[\/vc_column_text][mk_padding_divider][\/vc_column][\/vc_row]\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[mk_page_section bg_image=&#8221;http:\/\/bedrocan.com\/wp-content\/uploads\/header_indications.jpg&#8221; bg_repeat=&#8221;no-repeat&#8221; bg_stretch=&#8221;true&#8221; min_height=&#8221;300&#8243; full_width=&#8221;true&#8221; top_shape_color=&#8221;#ffffff&#8221; bottom_shape_color=&#8221;#ffffff&#8221; visibility=&#8221;hidden-sm&#8221; sidebar=&#8221;sidebar-1&#8243;][vc_column][\/vc_column][\/mk_page_section][vc_row][vc_column][vc_empty_space height=&#8221;45px&#8221;][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1618992750996{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;] Anwendungen [\/vc_column_text][vc_separator color=&#8221;custom&#8221; align=&#8221;align_left&#8221; border_width=&#8221;5&#8243; el_width=&#8221;10&#8243; accent_color=&#8221;#008752&#8243; css=&#8221;.vc_custom_1468403515259{margin-top: -10px !important;margin-bottom: 10px !important;}&#8221;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][mk_padding_divider][vc_column_text css=&#8221;.vc_custom_1659353623164{margin-bottom: 0px !important;}&#8221;]Medizinisches Cannabis kann bei verschiedenen Erkrankungen angewendet werden. 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